Die verlässliche Verfügbarkeit von Carsharing-Fahrzeugen unterstützt den Verzicht auf einen eigenen Pkw und fördert damit die Nutzung von Mobilitätsalternativen wie ÖPNV, Fahrrad oder Lastenrad. Carsharing ergänzt den ÖPNV, etwa als Lückenschluss in den Abendstunden oder am Wochenende, oder auf Strecken, auf denen der ÖPNV deutlich mehr Zeit benötigen würde als ein Pkw. Damit ist Carsharing ein zentraler Baustein nachhaltiger Mobilitätsstrategien für Kommunen, aber auch für einzelne Wohn- und Gewerbequartiere sowie Unternehmen.
Auf Basis unserer Sharing-Potenzialanalysen lässt sich der Aufwuchs von Sharingangeboten als integraler Bestandteil des Umweltverbundes so zu steuern, dass es sowohl flächendeckend verfügbar als auch wirtschaftlich betreibbar ist.
Früher haben die meisten Kommunen die Ausbauplanung des Carsharing-Angebots in ihrer Stadt im Wesentlichen den Sharing-Anbietern überlassen. Mittlerweile schreiben Kommunen zwar die Stationen aus, doch verlassen sie sich dabei oftmals vor allem auf die Einschätzungen der ortsansässigen Carsharing-Anbieter. Unabhängige Analysen gewährleisten eher eine flächendeckende, bewohnerorientierte Ausbauplanung.
⇒ Potenzialanalysen
⇒ Konzeptentwicklung
⇒ Ausschreibungsbegleitung
⇒ Monitoring
⇒ Sharing-Potenzialanalyse
Die Geodaten-basierte Sharing-Potenzialanalyse (SPA) bewertet in kleinräumigen Einheiten die Eignung einer Region für Carsharing-Angebote. Die Analyse folgt der Grundphilosophie, dass Carsharing dort eine hohe Akzeptanz erfährt, wo die Notwendigkeit eines eigenen Pkw gering ist. Das ist dort gegeben, wo ein großer Teil der im Alltag aufzusuchenden Einrichtungen gut mit anderen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Sei es, weil diese in der Nähe und somit fußläufig erreichbar sind, sei es, weil sie gut mit gut mit Fahrrad oder ÖPNV angebunden sind.
Darüber hinaus berücksichtigt sie, ob die Menschen, die in der Region leben, zu den typischen Zielgruppen des Carsharings gehören.
Dabei werden verschiedene Einflussfaktoren betrachtet, wie die Bevölkerungsstruktur (z. B. Altersgruppen, Haushaltseinkommen), die Nahversorgungsqualität (z. B. Nähe zu Lebensmittelläden oder Ärzten) sowie die Mobilitätsinfrastruktur (z. B. Verfügbarkeit von ÖPNV und Fahrradinfrastruktur).
Wichtige Kennzahlen der SPA sind:
- Bevölkerungskennzahl (z. B. Einwohnerdichte, Anzahl der Akademiker/-innen, Haushaltsstrukturen
- Nahversorgungskennzahl (z. B. Nähe zu Supermärkten, Kindergärten, Ärzten)
- Mobilitätskennzahl (z. B. ÖPNV-Qualität, Radinfrastruktur, PKW-Besitzquote, Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen mit dem ÖPNV)
Die Analyse kann über individuelle Gewichtungsparameter an die Erfahrungswerte und Präferenzen der Auftraggeber angepasst werden.

Abb. 1: Übersicht der Kennzahlen, die der Sharing-Potenzialermittlung zu Grunde liegen, eigene Darstellung

Abb. 2: Beispielkennzahl Einwohnerdichte Oldenburg, eigene Darstellung

Abb. 3: Carsharing-Potenzial in der LEADER-Region Marburger Land
Sie erhalten von unabhängiger Stelle aufgezeigt, wo in Ihrer Kommune bzw. Region ein wie hohes Sharing-Potenzial gegeben ist. An Standorten mit hohem Potenzial wird Carsharing schneller wirtschaftlich betrieben werden können, daher wird man hier den Aufbau beginnen. In den Folgejahren werden dann Stationen auch an Orten mit geringerem Potenzial eingerichtet, die dort entstehenden Verluste können mit den bereits erzielten Überschüssen an den potenzialhaltigeren Stationen querfinanziert. Daumenregel: Vier potenzialhaltige Stationen können eine potenzialschwächere neue Station tragen.
⇒ ggf. Untergliederung und Zuschnitt des Stadtgebiets bzw. der Region in Auswertebezirke (bewohnte Flächen anhand administrativer, städtebaulicher und natürlicher Grenzen)
⇒ Ermittlung Sharing-relevanter Einzelkennzahlen (Abb. 1)
⇒ Ermittlung der Oberkennzahlen und schließlich des Sharing-Potenzials
⇒ Definition der Sharing-Potenzial-Cluster und Visualisierung der Potenzialkarte (Abb. 3)
⇒ Erarbeitung konkreter Stationsvorschläge, dabei Berücksichtigung potenzieller Ankerkunden
⇒ Aufwuchsplanung (Reihenfolge, ggf. konkrete Zeiträume)
Michael Schramek (Bereichsleiter BMM/Sharing)
Tel: 02241 - 26599 10
Email: michael(dot)schramek(at)ecolibro(dot)de
Email: michael(dot)schramek(at)ecolibro(dot)de
Robin Knechtel (Projektmanager BMM/Sharing)
Tel: 02241 - 26599 17
Tel: 02241 - 26599 17
Email: robin(dot)knechtel(at)ecolibro(dot)de
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